Donnerstag, 7. September 2017

grenzüberschreitend


rote hasen springen
in grasgrünen tapeten
wänden und der himmel
ist blau und sternenklar
schimmern weißgoldene
engel reiten auf
purpurnen rappen
fahlgelbe blitzgewitter
werden von blassblütigen
jünglingen ausgestreut
triumphbogen weiten sich
aus den arkaden sprengen
vergessene dämonen
reißen münder und maul
affen in ekstatischen
tänzen das ruder herum
im wirbel der dunkelsten
krater entblicken eishellen
augen den trümmern
des weltalls von allem
ein wenig geht
unter die haut
zerrt an den haaren
vernetzt mit fahrigen
strichen schwarzweiß
das gesichtsfeld
schweiß dringt aus
den poren fußsohlen
brennen die hand
sucht festen halt
einen unterstand
dein verstand
auf einer reise
deren ausgang
ungewiss ...

© dherrmann

Donnerstag, 20. Juli 2017

oh du mein schrecken


kleine käferlarven quälen die gesindefrau gesine mit ihren steckbeinen im öhr der feine durchziehfaden eröffnet einen durchzug für das windei das im reihum mit der tanzmarie einen walzer auf das glühende asphalt legt das noch höllenheiße hunde mit schwanzwedelnden feudalherren bewachen während im keller im mausloche tom und jerry lachen und sonst auch schlimme sachen machen im dixieland spielt dazu die kapelle the last way nach tripperary und vater abraham mit sombrero reitet auf weicher welle auf der hinz und kunz bereits den fliegen bein ausreißen wenn kalif den storch mit seinen steifen stelzen dann die frösche beißen und neugeborne kinder wie kleine babys weinen dann kommt gewiss die stunde und macht in aller munde mit laufmaschen die runde und bringt der kunigunde mit wohlgenuss die kunde von ausklingen der stunde und gießt der hinterhältig weingeist auch noch essig in die wunde dass alle klammeraffen am ende der geschichte den überschwang mit der diane auf der liane nicht schaffen und in die röhre gaffen wo all die andern laffen erst mal ein tütchen paffen bis alle das jetzt raffen geh ich ein stündchen schlaffen ... mit kissen unter decken kann sich die maid verstecken und ihre schuppen lecken wer kommt mich nachher wecken? ©dherrmann

Sonntag, 16. Juli 2017

leben im vorübergehen



die warnung unbeachtet
eine stimme, die sich wiederholt
worte ohne betonung
monoton
das umblättern der seiten
knisterndes nebengeräusch
ein steckenpferd und ein briefbeschwerer
das kratzen der schreibfeder ergibt
keinen sinn
sparsames spitzen des mundes
augenfiebern rechts und links
stunden ohne stimme
sprache ohne laute
laute ohne worte
stechpalmen hinter glasscheibe
hastiges huschen der schatten

ein leben im vorübergehen

schüttelt das bett frau holle
fliegen die daunen
lausche im wind - fest stehen
begonien auf der fensterbank
ein trockenes blatt
fällt zu boden
von fern rollen güterzüge
die masten rauchig
knattern der wetterfahne

der zeiger der uhr zählt
sekunden veränderung
schleicht auf leisen sohlen
näher kommen schwache
momente der vergangenheit

ein leben im vorübergehen

der fotorahmen hat lücken
bruchsstücke fugen ein bild
der mauervorsprung wächst
eidechsen in sonnenglut
rascher werden augenblicke
schneller hasten die finger
zeilen fallen aus dem rahmen
das papier wölbt sich unter
der last der erinnerungen
im vorübergehen nichts ändert
sich - nur die farben des windspiels
und der drachen auf dem dach
speit feuer ...

©dherrmann ~ meermaid 

Freitag, 14. Juli 2017

aus dem welt gebäude ...



am tisch mit den plappernden zungen ...mit den reisenden augen ...mit den rasenden gedanken ohne einhalt gebieten sie über dich und zerschlagen die guten absichten in zaghaften versuchen zum verstehen -dem gegenseitigen liebevollen sich wenden zu einer lösung in der verschiedenheit und unterschiedlichkeit einer runde am tisch, die in not ist ...die mit dem lecken boot und einem ruder rudern muss in den stromschnellen, in die wir geraten sind kommen zu kurz die kleinen handreichungen, die über das übliche hinausreichen: denn das misstrauen ist gesät und die üblen gerüchte verbreitet aus der einen küche, in der es nur eine kochplatte für alle die vielen gibt, neiden wir das salatblatt und den wurstzipfel und die reste vom tisch der herrschaften, die abfallen, verweigern den zusammen schluss, reißen uns um das letzte hemd untereinander, bis es in fetzen liegt und die robentragenden an uns auf dem boulevards vorbeischreiten ... sich treffen unter lüstern der bordelle und bankette -zutritt haben sie zu palästen und loggias, sitzen in logen und rängen ... geöffnet werden ihnen die portale zu den schönsten und bewegendsten momenten der menschheitsgeschichte -präsentiert die kunst in all ihren göttlichen formen ... dort stehen sie in ihrer allmacht fest auf ihren zwei beinen und lassen die ahs und die ohs nach einer weile der verwunderung unter den tisch fallen ...gehen wieder unbeeindruckt ihren schmierigen geschäften und lösegeldforderungen nach ...loben und preisen das blutopfer, das gebracht wird, um ihre schlösser und burgen, ihre trampelpfade und prachtstraßen frei zu halten von verunreinigungen der niederen wahrheit, die zu finden ist in augen und händen der armut, des hungers, des krieges, der verzweiflung, der hoffnungslosigkeit, in dem meuchel und morden, das aus ihren brieftaschen fällt ...und dann noch das amen in der kirche - die absolution wird erteilt und die anklage wird wieder einmal fallen gelassen

ich sah die bilder ... es war bewegend ... ich glaubte für momente- es könne sich jemand durch die schön heit und die vollkommenheit, durch die erhabenheit des menschlichen geistes und könnens verwandeln und eine erleuchtung -wie sie gebetet wurde- könne geschehen... ich komme nicht weg von dieser selbsttäuschung ... es ist diese sentimentalität in mir: dieser romantische gedanke, der mensch sei in seinem tiefsten inneren gut und durch die sprache und die bilder, die göttlich in uns wirken, könnten diese wunder geschehen... aber dann wateten sie wieder in blut ihrer unmenschlichen worte, und ich dachte an die frau... dieses armselige wesen ... ihre schönen kleider, ihre beeindruckende figur, die so manchen männertraum ver körpert ... es war so, als könne ich in ihre seele blicken. Für einige zeit schien ihr rücken zu erbeben, und ich fühlte, wie diese regung bis zu mir vor dem bildschirm sitzend mich ergriff... aber nachher waren diese augen wieder so abwesend und hohl wie zuvor... Entschuldigt, dass ich von solchen bildern tief aufgewühlt werde und schon eine weile kreisen diese gedanken immer wieder und weiter in meinem kopf ...

Samstag, 25. Februar 2017

e r k l ä r u n g

be vor die totale sprachwortschatzfinsternis uns ereilt
das schweigen sich in der stille ausbreitet wie nebel
in der wand des matterhorns, das alphorn erklingt
zum letzten gebet, dichter und dichter zusammen
rücken die denker, die heerscharen der ungläubig
staunenden dem propheten nachtrauernden ohne
aussicht auf erlösung aus dem tranceartigen schock
zustand der eine schlüssige begründung in der lücke
die sich aus dem fehlen einer leitkultur, oder wie dem
auch sei, einer leitfigur, die auch hammel veranlasst
kreativ über wiesen und auen bocksprünge zu wagen,
erklärt, erkläre ich hiermit: Das schweigen ist gebrochen
es sind noch worte übrig, die verwendung finden wollen
©dherrmann ~ meermaid

Dienstag, 10. Januar 2017

bim bam horrido lobet den herrn ...



bim bam horrido lobet den herrn hallelujah
die glocken vom kirchturm sollten läuten
der muezzin von der kuppel es verrufen
ins sein gebet einschließen der klösterliche
mönch der kardinal im purpurnen ornat
orchideen auf fenstersimsen hinter wolken
gardinen entfalten ihre ganze pracht die
margeriten am straßenrande freudig
wippend nicken durch haupt und neben
straßen lauter ruf erschallen und fenster
öffnen alle nachbarinnen die hunde bellen
katzen miauen der hahn kikirikie-en und
hühner um die wette gackern losverkäufer
nur treffer losen spendieren hosen eine
runde schnaps und starkbier in der nächst
gelegenen kneipe und korken knallen
in der guten stube hullygully die röcke
fliegen ist ein singen und klingen inder luft
von jasmin und lavendel flieder duft konfetti
regen von dächern an masten fahnen bahnen
luftballons über den marktplatz steigen
papierschlangen in neon bunten farben
aus rathaus und parlamentsgebäuden
hängen trommel und pfeifenchöre auf
marschieren und das fell muss platzen
glücksfee und dummer august wirbeln sich
im kreis herum dideldideldumm die geigen
im himmel hängen und der fiedler dem
schornsteinfeger aufspielen im hafen
nebelhörner tuten und der kapitän die
anker lichten und segel setzen für eine
triumphale schiffsparade den fluss auf
wärts und ringelpiezt mit anfassen im
großen tanzsaal an der promenade mit
freuden feuer und kerzen brennen und
die leute alle flennen wenn der bariton
von der berühmten scala die champagner
arie anstimmt das schauer über rücken
laufen und tränen über wangen ......
ja dann des mondes scheibe silberhell am
abendlichen firmamente wolkengebirge
verklärt und hereinbricht die nacht
den abschluss eines tages bildend
an welchem außergewöhnliches
geschah so dass der freuden röte
sich über blass verzagtes antlitz gießt
die vergrämten lippen dauerlächeln
das herz im überquellen begriffen ist
dann ja dann ... erheben sich die sinne
in die höh erleuchtet sich die stirn verlaufen
sorgen sich ins abseits und der morgen
zukunft erscheint in rosarotem licht
ein solch ereignis welches heiteres
entzücken glückseligkeit sich wiegen
hervorgerufen bleibt bis hier her noch
geheimnisvoll verschwiegen und im
geheimen wissen der verschreibenden
autorin
© dherrmann ... liegen ... aber nicht mehr
lange

Sonntag, 8. Januar 2017

sprachfehler



sprachfehler der bevormundung schonungsloses artikulieren der wahrheit verstockt bleibt die kehle im dauerzustand des zurückhaltens schwalllaute blasen sich auf und das system scheint kurz vor dem zusammenbrechen ... da
eine lösung in sicht, als der klingelbeutel geleert wurde, hatte der küster ein paar scheine locker gemacht und ein kreuz geschlagen mit der bitte um verständnis > eine versündigung der not gehorchend > schlich der beelzebub auf seinem hinkebein in die sakristei hinein ~ lose schrieb er eine entschuldigung auf das pergamentpapier > was nicht hätte passieren dürfen > es brach der blutgetränkte federkiel im stück ent zwei > das löschblatt versagte den dienst, und der fleck kam nicht von der stelle > > >
auch die tränen der madonna vom schwarzen rosenkranz verfehlten ihre sonstig bewährte wirkung > nur der bocksbeinige wurde etwas blasser um die nase > schnell schluckte er eine knoblauchpastille, von denen er im beutel einen reich an vor rat für nicht vorgesehene fälle bei sich führte: vor der ist man auch nirgendwo sicher! sandte er einen fluch gegen das heilige wandbild des san sebastian > der sich in seinen qualen krümmte >S< und > > >
siehe da! die kerzen fielen vom altar > die orgel spielte das ave maria, und der küster verschwand, ohne das absehbare ende abzuwarten durch die hintertür ... nur die engel über der  leuchteten und schwebten ~-~-~ all so als wäre nichts geschehen ...
©dherrmann

Die unbekannte Bloggerin

... es heißt doch immer der Blogger ... Soundso, der blogger hat wieder dies und das gebloggt, er oder sie, übrigens auffälligerweise handelt es sich meist um einen er oder grundsätzlich und überhaupt um einen er wird zitiert in den medien als spräche der heilige nepomuk aus verklärten sphären hinter den wolken, der weise graue mann auf dem hügel mir fällt grad der name nicht ein, mahatma die große seele aus dem ersehnten und oft erwähnten nirwana zu uns, dann kommt son schwenk einer dieser irritierenden blitzartigen schnellen schwenks, wie sie heute offenbar auf den filmhochschule als nonplusultra gelehrt werden, und mir jedoch auf meinem kuscheligen sessel zuhause vor dem bildschirm fast die sinne schwinden lassen, und dann guckt der blogger oft so von unten nach oben neckisch aus dem unteren teil meist von rechts nach links über den rand ins wohnzimmer und sagt so was wie: vollabgecheckt leute, oder ich bin das internet und wer bist du, hasen jagen kann jeder auf der lauer liegen nur ich, zur rechten zeit die hand am bügel und du triffst immer, undsoweiter weiter weiter, und ich frage mich zurecht und millionen anderer vieler blogger weltweit warum bin ich jetzt nicht so bekannt wie ein bunter hund, wo ich jetzt nach so vielen jahre, meine blogs in den weit ausgeleierten maschen des netzes wiederfand und zu meinem eigenen erstaunen feststellen MUSSTE, ich hab da manches mal, ohne darüber nachgedacht zu haben, und hätte ich, dann hätte ich es lieber gelassen, manches unwichtige und erwähnenswerte hinter mir zurückgelassen, warte jedoch schon seit tagen mehr als nur vergeblich darauf, von der öffentlichkeit ob verdient oder unverdient, diese differenz spielt auch bei anderen wichtigenommenen keine rolle, wahrgenommen zu werden, als eine neuentdeckung, wenn auch schon älteren datums, eine bloggerin weiblichen ausmaßes, dessen maße wir noch nicht kennen, was daran ja wohl noch das spannendste ist, eine bloggerin wie sie im wahrsten worte im buche steht, buche ist hier fehl am platz, fraglos muss ich dies eingestehen, wenn von allen seiten schon die scharfen winde wehen, und die hunde bellen, und die karawanen ziehen einfach ihrer wege, auch wenn sie in die wüste führen, und so ähnlich wird es mir auch mit dem bloggen ergehen, ich tastature meine leichtgewichtigen worte und ebenso leichtsinnig werden sie davongetragen in den unbeteiligten äther, was sonst auch tät er, und nichts aber auch nichts passiert ... ich warte auf die offenbarwerdung meiner herausragenden bloggerqualitäten, ohne je auch nur annähernd eine ahnung zu haben oder gehabt zu haben, welcher art diese sein könnten, aber wäre es nicht eine möglichkeit, zu guter dinge und zuguterletzt ins gespräch zu kommen meiner ungestillten sehnsucht entsprechend, auch einmal oder mehrere male so gerne im fernsehen zitiert werden, aber eines sage ich euch, falls es je dazu kommen sollte, und ihr könnt beruhigt sein, es sieht alles andere als danach aus, dass ich euch kopfüber aus der unteren ecke des bildschirms mit einem coolen spruch aufwarte, darauf könnt ihr lange warten ... dennoch meine blogs, ich erwähne sie nur am rande, sie sind so existent wie der rote faden, der hier nicht durch den text geführt hat und dennoch ist jemand ihm gefolgt und am ende stehen die adressen zum ermessen eben jenes jeden

Blog 1: http://meer-maid.blogspot.de/
Blog 2: http://oma-ha.livejournal.com/








fade out



wachs in deinen händen
der brennpunkt hinterließ
ein schwarzes loch
es fraßen sich
die würmer
ins gebein .
das grab war
ausgehoben
noch in jungen jahren
-------------------------------------
noch in jungen jahren
wohnt sie bei den toten
die ohne namen schmachvoll
wandeln an verlassenen orten
es rankt empor sich
an der mauer (p)fahl
die buschwind
rose

ein band



von den blauäugigen bis den rotnasigen
erzählt die geschichte einer verlorenen
unschuld in dem ein band
ich gab mein bestes
... die stunde null näherte sich dem ende
als die veröffentlichung
bevor
stand
der autor und die autorin bildeten
gemeinsam ein paar. Trotz gegen
teiliger beteuerungen wurden sie
nicht viel später für den inhalt
verantwortlich gemacht. Danach
kurzer hand
mit dem mäntelchen
der verschwiegenheit zugedeckt
ihre asche in alle vier
winde verstreut

Verbliebene seiten des papiers
einem vorsätzlichen urteil des
oberlandesgerichts zufolge

sei es nicht wert gewesen
beschrieben zu werden

der altpapiersammlung
übergeben

© dherrmann ... darum zur 
vorsicht gemahnt, wer es 
noch nicht wusste, der hat 
es schon erahnt

Desaster!



Blatt für Blatt, Seite für Seite. Vorwärts geht die Reise in eine Handlung von Aderlass, von Fäulnis, von Krankheit, von Blut und Tod, und der Boden verliert an Bedeutung … Agonie, qualvoll bleibt die Nachgeburt in der Wand stecken. Schauriges zeigt sich. Ein Bild voller Grauen. Die Zimmerdecke senkt sich herab, kein Entkommen in den Kellergewölben Moder und Motten wimmeln Maden, und schwammig und feucht blähen sich flatternde Tapeten an brüchigen Mauern, herab wollen Dämonen aus den Kammerecken, weggesperrte, vergessene Spukgestalten aus tausend und einer Nacht, und Nächten und Tagen, die in alten fasrigen Jutesäcken stecken, kriechen über schlüpfrige Pflaster. Keuchender Atem wird hörbar. Duck dich unter der Last der überfälligen Erinnerungen. Schwellen der Zunge im Mund. Klappernde Laute im Nebenzimmer. Schwarze Schatten wie Flügelschlag herabstürzender Raben streifen die Wange! ... DAS Erleben aus zweiter Hand. Der schrecken der Medusa, und windende Schlangen um den Hals ... Das Buch gleitet hinab und glasig fallen Augen aus Höhlen ... ich war in der Hölle! ... Das wahre Leben bestehend aus Mikrowellenherd, eine Urlaubsreise mit dem Billigflieger nach Malle, und Bohneneintopf, wenn es knapp wird, auch KFC hilft manchmal aus der Bredouille und magere Zeiten werden überbrückt. Wenn der Kegelverein einen Ausflug macht, schlagen die Herzen höher. Aneinandereihung ereignisloser Tage und Nächte, Einerlei alltäglicher Begebenheiten, Schöner Wohnen mit Küchenzeilen und der Trottel von nebenan hat wieder die Fußmatte verkehrtherum gelegt. Keine weiteren Höhepunkte. Kleine Szenen einer Ehe runden das Bild. Spiel mit dem Feuer bei Canasta und Rommé, ab da kommt das Abenteuer in die Stuben. Im TV reitet der wilde Mann ohne Kopf, da wütet der Massenmörder mit dem Hackebeil und eine Buchempfehlung der Nachbarin von nebenan ... Da wünscht man sich doch mal ein richtiges Desaster ...
©dherrmann

Warten von Dagmar Herrmann





"Warten" von Dagmar Herrmann nun endlich auch bei Amazon verfügbar. Hat ja auch lange genug gedauert:

https://www.amazon.de/Warten-Dagmar-Herrmann/dp/3981728157/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1483866897&sr=8-1&keywords=dagmar+herrmann

pause und worte



...
in der bahnhofsvorstadthalle
der tee war kalt geworden
schreibunterlage eine kladde
von gestern deutlich der kaffeefleck
auf dem umschlag
umblättern der seiten
einer abgelaufenen
tageszeitung
verhindert der blick ohne aussicht
eine perspektivlosigkeit die
im teeglas sich widerspiegelt
ohne milch und zucker
das getränk war schal
wie im mund die zunge
am gaumen kleben blieb
bis die durchsage über
den lautsprecher kam
auf bahnsteig sieben
ist der verspätete zug
ein ge fahren
wir hatten uns verpasst
es gab keine wiederholung
© dherrmann